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Zwei Uhr nachts.
Ich kann nicht klar denken bei dieser Musik. Der Club heißt Kagan - die Musikrichtung Minimal. Der Raum scheint voll von Rhythmen, Bässe die dich bis auf die Desoxyribonukleinsäure durchdringen. Du bist der Bass.
Wieso dagegen ankämpfen? Dagegen ankämpfen. Ankämpfen.
Ich verliere mich in Gedanken an Nils, schaffe es aber nur bis zum "wo...", bevor mich eine aufgekratzte Blondine ohrfeigt. Ich soll mit ihr im Bett gewesen sein.
„Erst letztens, Mensch. Hallo?“ Hallo dich selbst.
Mit ihr? Ich könnte ihr Gesicht nicht beschreiben, selbst wenn es direkt vor mir wäre. Ihr ganzes Wesen ist die Definition von 0815, hübsch, aber so ohne Träume. Pseudoträume, Semi-Eroberungen, sie schwärmt von der neuen Generation Ipod, etwas Besseres als ein „Ed Hardy Addict“ zu sein, als Au-pair in Amerika gelebt zu haben. Und überhaupt kann sie soviel essen, wie sie will, ohne dick zu werden. Ich bin so höflich und drehe mich um zur Bar.
Die etwas dünne Brünette, mit dem Tablett in der Hand, fängt mich mit einem kurzen Blick ab. Statt zu mir zu kommen, will sie, dass ich zu ihr gehe. Statt meine Bestellung zu nehmen, gibt sie mir einen Zettel mit ein paar Zahlen und einem Namen drauf. Statt zu schlafen, schlafe ich.

Sex ist so unpersönlich, wie ein Gespräch in der U-Bahn. Es wackelt, es ist laut und voller fremder Gesichter. Kurven lassen mich gegen andere Leute stoßen. Ein Kuss im Bett ist heutzutage nicht weniger unangebracht, wie das abknutschen wildfremder Frauen in der U-Bahn. Fasst man ihnen wiederum unter den Rock, lächeln sie für den Rest ihres Tages.



2.5.09 05:19


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